Websites entstehen heute immer häufiger in
Teams, die einer Zeitungs- oder Rundfunkredaktion an Manpower und
Vielseitigkeit in nichts nachstehen. Ein
Web-Content-Management-System, das Teamwork nicht unterstützt,
wäre nur die Hälfte wert.
WebGate Anywhere lässt
sich flexibel an die Aufgabenverteilung und die Verantwortlichkeiten
in einem Web-Redaktionsteam anpassen. Für jeden Seitentyp können
Genehmiger bestimmt werden, die über die Freigabe des Dokuments
entscheiden. Rohfassungen von Dokumenten, die sich noch im
Genehmigungsfluss befinden, sind dem
Besucher der Website nicht zugänglich. Erst wenn der zuständige
Redakteur das Dokument freigegeben hat, wird es von WebGate Anywhere
in die Navigation eingefügt und damit für den Site-Besucher
sichtbar.
Mit einem klaren
Freigabemechanismus sorgt WebGate Anywhere dafür, dass
sich der Abstimmungsaufwand bei der Aktualisierung und Erweiterung
einer Website für alle Beteiligten auf ein Minimum reduziert.
Die strikte Trennung zwischen Layout und Inhalt
ermöglicht dem Autor die Konzentration auf das Wesentliche: den
Inhalt. Sie reduziert zudem den Abstimmungsbedarf bei der Erstellung
und Pflege einer Website drastisch.
Indes ersetzt Sie nicht die gemeinsame Arbeit im
Team zur Festlegung und Ausformulierung der Inhalte. Typischerweise
arbeiten hierzu mehrere Mitglieder eines Redaktionsteams zusammen an
Rohversionen der Dokumente, bis diese zur
Veröffentlichung reif sind.
WebGate Anywhere stellt für die Teamarbeit
einen Freigabemechanismus zur Verfügung. Er sorgt dafür,
dass keine Vorabversionen, die sich noch im
Abstimmungsprozeß befinden, im Web sichtbar sind. Erst die
Freigabe zur Veröffentlichung trägt das Dokument in alle
relevanten Navigatoren ein.
Die folgende Abbildung verdeutlicht den in WebGate
Anywhere implementierten Redaktions-Workflow:
- Wann immer ein Dokument neu
angelegt oder abgespeichert wird, wird der Status auf den Wert in
Arbeit gesetzt. War das Dokument vor dem Bearbeiten freigegeben
oder archiviert, so wird eine neue Dokumentversion erstellt
und diese zum Bearbeiten angeboten.
- Ist die Bearbeitung
abgeschlossen, wird das Dokument vom Autor einem Genehmiger
zur Genehmigung vorgelegt. Der Status wechselt auf zur
Genehmigung. Die ursprünglichen Autoren haben nun nicht mehr
die Berechtigung das Dokument weiter zu bearbeiten.
- Der Genehmiger kann das
Dokument freigeben, sperren oder zur Nachbearbeitung wieder in den
Status in Arbeit setzen. In diesem Fall bekommen die
ursprünglichen Autoren wieder Bearbeitungsrechte.
Wird das
Dokument freigegeben, so wird es automatisch in alle Web-Navigatoren
eingetragen und ist damit aus dem Web erreichbar. Eine eventuell
vorher freigegebene Version wird in den Status archiviert
gesetzt.
Bei jeder Statusänderung werden Mails an
diejenigen Personen gesendet, die für die Weiterverarbeitung des
Dokuments zuständig sind: wird ein Dokument zur Genehmigung
vorgelegt, so erhalten die (in dieser Genehmigungsstufe) vorgesehenen
Genehmiger eine Mailbenachrichtigung. Wird
ein Dokument freigegen oder zur
Überarbeitung zurückgewiesen, so
erhält der letzte Autor eine
entsprechende Benachrichtigungsmail.
Wie diese Mails versendet werden hängt von
dem verwendeten Datenbank-Server ab.
Wird Domino verwendet, werden die Mails über
den Domino-Server versendet. Für JDBC-Datenquellen muss eine
Konfiguration wie unter Kapitel Mailserver beschrieben
vorgenommen werden.
Ist ein mehrstufiger Genehmigungsworkflow im
Seitentyp eingestellt, so bleibt das Dokument solange im Zustand zur
Genehmigung, bis entweder alle Genehmigungsebenen das Dokument
freigegeben haben, oder das Dokument von einer der Genehmigungsebenen
zur Überarbeitung zurückgewiesen
wurde.
Auf jeder Genehmigungsstufe kann definiert werden,
wie viele Genehmigungen auf dieser Stufe
notwendig sind, um die nächste Genehmigungsebene zu erreichen.
Tragen Sie in einer Genehmigungsebene 2
als Anzahl Genehmigungen ein, so entsteht ein Workflow nach dem
4-Augen-Prinzip (bei 3
entsprechend ein 6-Augen-Prinzip etc.)
Um ein Steckenbleiben im
Genehmigungsworkflow verhindern zu können (z. B. weil ein
Genehmiger nicht verfügbar ist), wird jedem Workflow ein
Admin-Genehmiger zugeordnet. Der Admin-Genehmiger hat jederzeit
das Recht, ein Dokument im Status zur Genehmigung
freizugeben oder zur Überarbeitung zurückzuweisen.