Webgate Anywhere 4.0 - Handbuch zur Installation und Administration
Personalisierung Agent-Exclusions

9.5 Agent-Exclusions

Websites im Internet werden nicht nur von Benutzern mit Browsern besucht sondern auch von „Roboter“-Prozessen welche den Inhalt von Seiten automatisch verarbeiten, z.B. um diese in einen Suchindex aufzunehmen.

Es sollte vermieden werden, dass Ihre Website für diese Roboter-Prozesse eigene Benutzerprofile anlegt. Roboter besuchen Ihre Site nicht nur häufig, sie sind auch oft nicht imstande ihre Aktivität dem Server als einheitliche Sitzung zu präsentieren. Dies resultiert darin, dass für jeden Roboter-Zugriff ein neues Benutzerprofil angelegt wird.

Da Roboter zudem oft automatisiert die gesamte Website durchsuchen, resultiert dies in einer großen Menge von Benutzerprofilen welche niemals benutzt werden und die Personalisierungs-Datenbank aufblähen.

Seit WGA 3.2 können sie über so genannte „Agent Exclusions“ verhindern, dass diese Prozesse Benutzerprofile erstellen. Ein Agent Exclusion ist eine Konfiguration in welcher eine „User-Agent“-Kennung hinterlegt wird. Jeder Browser und jeder Roboter-Prozess sendet bei seinen Zugriffen eine solche Kennung mit und identifiziert damit die Art des zugreifenden Clients. Darüber sind also Roboter-Prozesse von echten Benutzern unterscheidbar.

Greift ein Roboter-Prozess auf WGA zu, der eine Kennung besitzt, welche durch ein Agent Exclusion definiert ist, so erstellt WGA kein Benutzerprofil. Stattdessen wird der WebTML-Umgebung ein „Dummy“-Profil zur Verfügung gestellt, welches zwar alle Aktionen am Profil erlaubt, jedoch keinerlei Daten dauerhaft speichert. Dadurch wird verhindert, dass TMLScript-Code, der auf das Vorhandensein eines Benutzerprofils angewiesen ist, in diesem Fall nicht mehr funktioniert.

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9.5.1 Konfigurieren von Agent-Exclusions

Um ein Agent Exclusion festzulegen, öffnen Sie den WGA Manager und wechseln dort zum Bereich „Configuration“. In der Hierarchie wählen Sie den Knoten „Personalisation“.

Über die Aktion add user agent exclusion können Sie eine neue Agent Exclusion definieren.



Im Feld „User-Agent“ geben Sie ein, welche User-Agent-Kennung kein Profil mehr erhalten soll. Der Inhalt dieses Feldes wird als „regulärer Ausdruck“ definiert. Dieser erlaubt es, dass User-Agents nicht zeichengenau angegeben werden müssen um zu greifen, sondern, dass bestimmte Bereiche mit „Wildcards“ versehen werden können, die an dieser Stelle beliebige Werte oder bestimmte vordefinierte Werte erlauben. Dies ist besonders in Bereichen praktisch, wo häufig wechselnde Versionsnummern angegeben werden.

Eine Referenz zur Syntax von regulären Ausdrücken in Java finden Sie in der Java API Dokumentation.

9.5.2 Einrichten vordefinierter Agent Exclusions

Eine Liste von Agent Exclusions um die gängigsten Roboter-Prozesse auszuschließen wird mit WGA ausgeliefert. Um diese Liste in Ihre Konfiguration aufzunehmen wählen Sie die Aktion „Create default exclusions“ welche Sie am Knoten „Personalisation“ finden.

Dadurch werden diese Exclusions automatisch in Ihre Konfiguration eingefügt.

9.5.3 Testen von Agent Exclusions

Wollen Sie wissen ob eine bestimmte User-Agent-Kennung durch Ihre Exclusions abgefangen wird, so können Sie die Funktion „Test user agent“ benutzen, welche Sie am Knoten „Personalisation“ finden.

Wenn Sie diese Aktion betätigen, so können Sie in einem Textdialog die fragliche Kennung eingeben. Nach Bestätigung des Dialogs wird Ihnen mitgeteilt, ob die Kennung durch die existierende Konfiguration abgefangen wird.


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