Steuert eine URL nicht direkt ein Inhaltsdokument in einer bestimmten Sprache an, so muss WGA wählen in welcher Sprache das Dokument angezeigt wird.
Beim ersten Aufruf der WGA-Website durch den Benutzer ist zunächst einmal entscheidend, ob die URL bereits eine Sprachwahl beinhaltet. Ist dem so wird natürlich die adressierte Sprache verwendet.
ist dem nicht so, so bestimmt WGA die anzuzeigende Sprache anhand der Sprachen, die im Browser des Benutzers als akzeptierte Sprachen konfiguriert sind.
Jeder Webbrowser verfügt über eine Einstellung, welche bestimmt welche Sprachen der Benutzer versteht und auf Webseiten angeboten haben möchte. Die Werte dieser Einstellung schickt der Browser in jedem HTTP-Request an den Server, der sich auf Basis dieser Informationen für eine Sprache entscheiden kann.
WGA vergleicht diese Liste an akzeptierten Sprachen mit den Sprachen, in welchen das adressierte Inhaltsdokument verfügbar ist. Die Sprache welche als erste zu einem solchen Dokument passt wird ausgewählt.
Passt keine der akzeptierten Sprachen zu den Sprachen des Inhaltsdokumentes so wählt WGA die
Default-Sprache der Datenbank.
Nach der initialen Sprachauswahl geschieht die Auswahl der Sprache weiterführender Seiten unmittelbar durch WGA, da es die Links zu weiteren Dokumenten in der Regel direkt sprachgebunden erzeugt. Welche Sprachen hierbei verwendet werden hängt vom konfigurierten
Sprachwahl-Verhalten der Datenbank ab. Dieses wird in der Administration durch die PublisherOption "LanguageBehaviour" (siehe
Publisher-Optionen) bestimmt und kennt folgende Verhaltensweisen.
Bei diesem Sprachwahl-Verhalten merkt sich WGA für den Benutzer eine "bevorzugte Sprache", die für alle folgenden Sprachwahl-Entscheidungen an der ersten Stelle der Prioritätenliste steht. Die bevorzugte Sprache ist zunächst jede Sprache, die bei der initialen Sprachauswahl gewählt wurde. Später kann sie durch das Anklicken von
Sprachwahl-Links (siehe <tml:url
type="changelanguage">) geändert werden.
Bei allen folgenden Sprachwahlen werden die angestrebten Dokumente zunächst in dieser bevorzugten Sprache gesucht. Dies ist selbst dann der Fall, wenn das aktuell angezeigte Dokument eine andere Sprache als die bevorzugte Sprache hat.
Ist ein Dokument nicht in der bevorzugten Sprache vorhanden wird die Sprache des Hauptkontextes, also des per URL adressierten Dokumentes, und letztlich die Default-Sprache der Datenbank verwendet um eine geeignete Sprache zu finden.
Vorteile:- Sprachwahl ist persistent und kann nur bewusst geändert werden
- Sorgt für unbedingte Priorität einer Sprache in allen Situationen
Nachteile:- Kann zu gemischt-sprachiger Anzeige führen wenn das aktuell angezeigte Dokument nicht der bevorzugten Sprache entspricht
Bei diesem Sprachverhalten wird grundsätzlich die Sprache des aktuellen Hauptdokumentes, also jenes Dokuments welches per URL ausgewählt wurde, als höchst-priorisierte Sprache verwendet.
Erst wenn ein adressiertes Dokument nicht in dieser Sprache vorhanden ist wird die Default-Sprache der Datenbank in Betracht gezogen.
Vorteile:
- Weitestgehend integre Sprachdarstellung
Nachteile:
- Kompletter Sprachwechsel wenn ein anderssprachiges Dokument adressiert wird
Bei diesem Sprachverhalten werden bei jeder Sprachwahl erneut die vom Browser gesendeten akzeptierten Sprachen ausgewertet. Diese werden mit den definierten Sprachen der Datenbank verglichen. Die erste passende Sprache wird als höchst-priorisierte Sprache verwendet.
Ist das gesuchte Inhaltsdokument nicht in dieser Sprache vorhanden werden die Sprachen des Hauptkontextes, also des per URL adressierten Dokumentes, und die Default-Sprache der Datenbank herangezogen.
Dieses Sprachverhalten wurde speziell für WGA-Authoringanwendungen entwickelt, z.B. den WGA Content Manager, und wird für normale WGA-Websites nicht empfohlen.